Fashion Positions
22 Labels zeigen Mode zwischen Kunst, Handwerk und gesellschaftlichem Dialog
Mit der achten Ausgabe der Fashion Positions rückt die Berliner Plattform erneut unabhängige Mode in den Kontext von Kunst und Kultur.
Vom 10. bis 13. September 2026 präsentieren im Rahmen der POSITIONS Berlin Art Fair insgesamt 22 Labels im Hangar 5 & 6 des Flughafens Tempelhof ihre aktuellen Kollektionen. Im Fokus stehen dabei nicht klassische Laufsteginszenierungen, sondern Mode als künstlerische Position und Ausdruck gesellschaftlicher Fragestellungen.
Die kuratierte Ausstellung versteht Mode als eigenständige kreative Praxis an der Schnittstelle von Design, Handwerk, Materialforschung und kulturellem Diskurs. Statt einer stilistischen Ausrichtung setzt die Auswahl auf unterschiedliche gestalterische Haltungen – von experimentellen Materialansätzen über präzise Handwerkskunst bis hin zu Konzepten, die persönliche und gesellschaftliche Themen aufgreifen.
Für die Auswahl der diesjährigen Teilnehmer zeichnen erneut Diandra Donecker und Dao Tran verantwortlich. Die beiden Kuratorinnen entschieden sich aus zahlreichen Bewerbungen für 22 unabhängige Labels, darunter Esther Perbandt, Tutia Schaad, Human Touch, Plaid-à-Porter, Lithium Oak, Lilian Brade, Maqu, Stefan Uhr und Vreni Jäckle sowie mehrere interdisziplinäre Kooperationen.
Ein fester Bestandteil des Formats ist auch 2026 der FASHION POSITIONS SHOP. Besucherinnen und Besucher können dort ausgewählte Arbeiten direkt erwerben. Die Verbindung aus kuratierter Ausstellung und unmittelbarer Verkaufsmöglichkeit hat sich in den vergangenen Jahren als erfolgreiches Präsentations- und Vermarktungsmodell für unabhängige Designerinnen und Designer etabliert.
Erweitert wird die diesjährige Ausgabe durch die Sonderpräsentation „One person. One voice.“ von Claudia Malecka in Zusammenarbeit mit Florian Müller. Die fotografische Serie ist Teil der Initiative „Mental Health in Fashion“ und widmet sich den persönlichen Erfahrungen von Menschen aus der Modebranche. Das Projekt versteht sich als Beitrag zu einer offenen Auseinandersetzung mit psychischer Gesundheit und ergänzt die Ausstellung um eine gesellschaftliche Perspektive auf die Menschen hinter den Kollektionen.
„Mode entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie verbindet persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Entwicklungen und kulturelle Veränderungen“, sagt Initiatorin Mira von der Osten. Ziel der FASHION POSITIONS sei es, Mode als eigenständige kulturelle Ausdrucksform sichtbar zu machen und unabhängigen Designerinnen und Designern eine Plattform mit künstlerischem Anspruch zu bieten.
Die FASHION POSITIONS wurde 2019 von Mira von der Osten und Kristian Jarmuschek gegründet und findet jährlich während der Berlin Art Week in Verbindung mit der POSITIONS Berlin Art Fair statt. Gefördert wird das Format von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

