ILM
„Die, die kommen, wollen was bewegen“
Aufbruchstimmung: Die ILM in Offenbach wächst weiter. Was die 164. Edition noch draufpackt, erklärt Arnd Hinrich Kappe im Gespräch.
Interview: Nicoletta Schaper. Fotos: ILM
Die letzte ILM habt ihr als echten Aufbruch erlebt. Was hat sich verändert?
Arnd Hinrich Kappe, CEO ILM Offenbach: Das war die erste ILM seit langem, auf der nicht permanent über Probleme geredet wurde. Die, die kommen, wollen was bewegen. Das war wirklich spürbar. Dazu kommt die extrem hohe Internationalität. Die Leute haben sich die ILM eingeplant und sind gereist, trotz allem, was draußen gerade los ist.
Was gibt’s zur 164. Edition?
Spannende Neuzuwächse: Eastpak, Doc Martens, ebenso Furla und Karl Lagerfeld. Die Kooperation mit der Travel Goods Association aus den USA wächst mit 20 Brands. Der Outdoorsektor expandiert, für den es weltweit kaum noch Messen gibt. Erstmals gibt es zwei Awards: für den besten Händler und für das beste Produkt, verliehen von Frauke Ludowig. Das Rahmenprogramm konzentriert sich stark auf Produkt: Wie verändern sich Materialien, worauf sollte man setzen? Der Händler will wissen, was künftig Umsatz bringt. Außerdem neu sind zehn Content Creators, die auf Social Media ihre Lieblingsprodukte der ILM vorstellen.
What else?
Unser Eingang wird glamouröser, mit Paillettenwand und wieder der Riesentasche, eine perfekte Fotokulisse. Dazu gibt es Foodtrucks, die Hausband und zwei Sängerinnen plus DJ bei den Chill-out-Partys, und ein großes Hotelkontingent zu vergünstigten Konditionen.
The Economy of Trust – was bedeutet das für dich und die ILM?
Verlässlichkeit. Wir sind eine Wirtschaftsplattform für die Branche. Hier werden Strategien verhandelt. Alle rücken enger zusammen, das spüren wir deutlich. Im Gegensatz zu manch anderer Messe werden wir größer, investieren mehr, werden bedeutender. Besucher aus über 65 Ländern bei der letzten ILM – das ist nicht selbstverständlich! Was wir tun, bringt direkten Nutzen für Ausstellende und Besuchende. Hier bestimmt kein Algorithmus, sondern die Branche entscheidet selbst, was relevant ist.

