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Whatnot

Live-Shopping Community 

20/07/2026  BY  Kay Plonka


Live-Shopping Community 
Live-Shopping entwickelt sich zunehmend zu einer relevanten Vertriebssäule im Handel.

Die Plattform Whatnot, 2019 gegründet und heute nach eigenen Angaben der größte Live-Shopping-Marktplatz in Nordamerika, Großbritannien und Europa, verzeichnet auch in Deutschland ein starkes Wachstum. Im Jahr 2025 hat sich das Deutschlandgeschäft laut Unternehmen mehr als verdreifacht, für 2026 wird eine weitere Dynamik erwartet. 

Im Mittelpunkt des Konzepts stehen Live-Verkäufe, bei denen Händler ihre Produkte in Echtzeit präsentieren, Fragen beantworten und direkt mit ihrer Community interagieren. Während klassische E-Commerce-Angebote zunehmend automatisiert werden, setzt Whatnot bewusst auf den persönlichen Austausch zwischen Verkäufern und Käufern. Künstliche Intelligenz soll dabei Prozesse unterstützen, nicht jedoch die menschliche Interaktion ersetzen. 

Besonders aktiv sind in Deutschland die Kategorien Trading Card Games, Sneakers & Streetwear, Womenswear, Luxury Bags, Electronics, Beauty und Music. Die Plattform richtet sich dabei sowohl an spezialisierte Händler als auch an stationäre Einzelhändler, die ihre Reichweite durch Live-Verkäufe erweitern möchten. 

Nach Unternehmensangaben verbringen deutsche Nutzer durchschnittlich 86 Minuten täglich auf der Plattform. Drei von vier Käufern treten vor einem Kauf mit Verkäufern in Kontakt – der höchste Wert aller Whatnot-Märkte weltweit. Zudem verkauft bereits jeder achte Händler in Deutschland hauptberuflich über die Plattform. Verkäufer, die täglich live gehen, erzielen laut Whatnot durchschnittlich einen Monatsumsatz von 106.000 Euro. 

Zu den Erfolgsgeschichten zählt Sneaker-Händler Fynn Schwarz (@vaikickz), der im ersten Jahr auf Whatnot nahezu 400.000 Euro Umsatz erwirtschaftete. Auch Max Muche (@themoootchsupply) aus München verkauft während dreistündiger Livestreams regelmäßig 60 bis 70 Designerstücke. Tom Lindemann (@lindestream) wiederum baute ausgehend von einem Startkapital von 300 Euro ein sechsstelliges Unternehmen mit Mitarbeitern und stationärem Geschäft auf – ausschließlich durch den Verkauf von Sammelkarten via Live-Shopping. 

Weltweit wickelte Whatnot nach eigenen Angaben 2025 Live-Verkäufe im Wert von acht Milliarden US-Dollar ab. Pro Woche finden mehr als 500.000 Stunden Livestreams statt, die Plattform gewann allein im vergangenen Jahr 20 Millionen neue Nutzerkonten. 

www.whatnot.com

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