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Triumph

Beyond Beautiful 

20/07/2026  BY  Lisa Hollogschwandtner


Beyond Beautiful 
Mit „Feels Like Triumph“ präsentiert Triumph eine neue, emotionalere Markenvision. Ein Gespräch mit Nicola Tacchi und Tamsin Smith über Weiblichkeit, emotionale Nähe und darüber, was Frauen heute von Marken erwarten. 
Mit „Feels Like Triumph“ verlagern Sie den Fokus bewusst weg vom rein Visuellen hin zu inneren Empfindungen und persönlichen Narrativen. Was war der strategische Auslöser für diesen Perspektivwechsel – und welche Lücke in der bisherigen Lingerie-Kommunikation möchten Sie damit schließen?

Nicola Tacchi – Global Head of Marketing: Der Auslöser war etwas, das unsere Teams seit Jahren erleben – in Umkleidekabinen, in Insights‑Studien und ehrlich gesagt, in Millionen von Gesprächen mit unseren Konsumentinnen: Frag eine Frau nach ihrem BH und sie wird dir von ihrem Leben erzählen. Genau dieses Terrain hat Lingerie‑Kommunikation konsequent verfehlt.

Mit Feels Like Triumph wollten wir das ausdrücken, was normalerweise unausgesprochen bleibt: den inneren Dialog zwischen einer Frau und ihrem BH. Die Lücke, die wir schließen, ist eine emotionale. Nicht, wie Lingerie aussieht. Sondern wie es sich anfühlt, in ihr zu leben.

Unsere aktuelle Ausgabe stellt die These auf, dass Konsumentinnen verstärkt nach Emotion in der Mode suchen; nach Produkten, die nachhaltige, emotionale Wirkung entfalten. Beobachten Sie das ebenso?

Tamsin Smith – Global Head of Design: Ja, aber ich würde es etwas anders formulieren. Frauen wünschen sich nicht plötzlich mehr Emotionen von dem, was sie kaufen. Die Emotionen waren immer da. Was sich verändert hat: Die Geduld mit Marken, die Frauen dazu bringen wollen, Produkte zu bewundern, schwindet. Sie wollen Produkte, die sie verstehen. Weniger Performance, mehr Anerkennung.

Inwiefern verstehen Sie Lingerie – und insbesondere den BH – als ein Produkt, das genau diese Form von langfristiger emotionaler Bindung erzeugen kann?

Tamsin Smith – Global Head of Design: Lingerie gehört zu den emotional aufgeladensten Produkten in der Mode. Täglich getragen, direkt auf der Haut, im echten Leben – ein BH ist selten neutral. Er arbeitet entweder mit einer Frau oder gegen sie, löst Emotionen aus und in beiden Fällen spürt sie es. Nur wenige Produkte stehen in einer so konstanten Beziehung zu dem, wie sich jemand im Laufe eines Tages fühlt.

Wir  haben eine große Leidenschaft dafür, wunderschöne Produkte zu designen, die schöne Gefühle hervorrufen. Ich glaube, dass sich Verbindung über die Zeit genau so aufbaut: nicht durch einen einzelnen Moment, sondern durch ein tägliches Erleben. Und genau deshalb kann Lingerie einen Platz im Leben einer Frau einnehmen, wie es Outerwear nur selten gelingt. Ein Mantel wird bewundert. Ein BH wird gelebt.

Unter dem Titel „The Economy of Trust“ diskutieren wir Vertrauen für unsere Ausgabe #100 als zentrale Währung. Gerade bei einem so körpernahen Produkt wie Lingerie ist Vertrauen essenziell. Wie übersetzen Sie diesen Anspruch entlang Ihrer gesamten Wertschöpfung – von Design über Passform bis hin zur Kommunikation?

Nicola Tacchi – Global Head of Marketing: Vertrauen entsteht nicht in einer einzelnen Phase einer Marke. Es hält über alle hinweg – oder es bricht. Lingerie ist in dieser Hinsicht besonders unerbittlich: Die Lücke zwischen dem, was man sagt, und dem, was eine Frau tatsächlich fühlt, wenn sie das Produkt anzieht, schließt sich in Sekunden.

Für uns beginnt Vertrauen bei der Passform. Das ist das erste Versprechen, das wir geben und das erste, das wir halten müssen. 140 Jahre Passform‑Expertise sind nur so gut wie sich der BH heute anfühlt und wie sich eine Marke heute verhält. Das ist kein Heritage‑Anspruch. Es ist ein täglicher.

Aber Vertrauen endet nicht bei der Passform. Unsere Design‑DNA, das Erlebnis, das wir ihr bieten wollen, die Art, wie wir mit ihr sprechen, die Qualität unserer Produkte – all das muss sich durchziehen. Der Test, dem wir uns stellen, ist einfach: Entspricht das Gefühl, das eine Frau hat, wenn sie den BH anzieht, dem Gefühl, das wir ihr versprochen haben?

Der neue Auftritt markiert einen selbstbewussten Schritt nach vorne für Triumph – modern im Ausdruck, global konsistent und hochrelevant für eine neue Generation, die die Marke zum ersten Mal für sich entdeckt. Wie gelingt es, auch die Bestandskundinnen auf diesem Weg mitzunehmen?

Nicola Tacchi – Global Head of Marketing: Das Risiko jeder Markenentwicklung besteht darin, dass sich die treuesten Kundinnen fühlen, als würden sie zurückgelassen werden. Darüber haben wir intensiv nachgedacht.
Tatsächlich haben wir nicht nur die Absicht, unsere bestehenden Konsumentinnen auf diesem Weg mitzunehmen – wir wollen gemeinsam mit ihnen wachsen, indem wir ihnen mehr von dem bieten, was sie bereits lieben. Gleichzeitig möchten wir durch einen weiterentwickelten Markenauftritt, mit einer moderneren, femininen Ausdrucksweise, Design‑DNA und entsprechendem Markenerlebnis auch neue Konsumentinnen anziehen, für die Stil genauso wichtig ist wie Passform.
Die neue Markenidentität fügt emotionale Offenheit und kulturelle Relevanz hinzu, ohne die gewohnte Vertrautheit zu verlassen. Indem wir unserer Bestimmung treu bleiben — Frauen zu verstehen, nicht nur ihre Körper — schaffen wir Kontinuität statt einen Bruch. So können treue Kundinnen sich weiterhin in der Marke wiederfinden, während neue Generationen sie in einer Sprache entdecken, die sich für sie authentisch anfühlt.

Triumph steht für 140 Jahre Produktkompetenz und Handwerkskunst. Was ist das Erfolgsgeheimnis, um als Unternehmen so lange Bestand zu haben? Und welche Wünsche haben Sie für die nächsten 14 (oder 140 J) Jahre?

Nicola Tacchi – Global Head of Marketing: Der Grund, warum es nur wenige Marken gibt, die 140 Jahre alt werden, ist einfach: Viele beginnen irgendwann, das zu schützen, was sie berühmt gemacht hat, statt das fortzuführen, was sie nützlich gemacht hat. Triumph besteht, weil das Gespräch, das wir mit Frauen führen – über ihre Körper, über ihre Leben – niemals endet. Körper verändern sich. Leben verändern sich. Was eine Frau 2026 von einem BH erwartet, ist nicht das, was sie 1886 wollte. Wir führen das Gespräch weiter fort, statt einen einzigen Moment daraus einzufrieren.

Die Ambition für das, was als Nächstes kommt, ist klar: Nicht die Lingerie‑Marke zu sein, die am längsten existiert. Sondern die, von der Frauen sich am meisten verstanden fühlen – diejenige, welche die schönen Gefühle freisetzt, die jede Frau verdient.

www.triumph.com, @triumphlingerie 

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