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Pas Normal Studios 

Open Terrain 

19/06/2026  BY  Lisa Hollogschwandtner


Open Terrain 
Konsumentinnen und Konsumenten bewegen sich heute selbstverständlicher zwischen unterschiedlichen Disziplinen, Communities und kulturellen Räumen. Umso wichtiger werden Produkte, die auch jenseits starrer Grenzen funktionieren. Ein Gespräch mit Karl-Oskar Olsen über Kollaboration, Community und darüber, was Sport und Mode voneinander lernen können. 
Welche Gedanken führten zur Zusammenarbeit zwischen Pas Normal Studios und Salomon – und warum ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für diese Partnerschaft? 

Karl-Oskar Olsen, Co-Founder & Creative Director von Pas Normal Studios: Für mich ist diese Zusammenarbeit die konsequente Weiterentwicklung einer bereits bestehenden Verbindung. Es ist unser zweites gemeinsames Projekt, und das Besondere daran ist, dass es weit über das Produkt hinausgeht. Beide Marken teilen die Überzeugung, dass Bewegung, Entdeckung und ein progressives Verständnis von Performance eng miteinander verbunden sind. Salomon bringt eine außergewöhnliche Tradition und hohe Glaubwürdigkeit aus der Outdoor-Welt mit, während Pas Normal Studios Radsport aus einer zeitgenössischen kulturellen Perspektive betrachtet. Der Zeitpunkt könnte kaum passender sein, denn die Grenzen zwischen Disziplinen, Communities und Kategorien waren noch nie so durchlässig wie heute. Menschen bewegen sich anders als früher – und Marken müssen dieser Entwicklung Rechnung tragen. 

Im Zentrum der Kollektion steht die Idee von Bewegung ohne starre Grenzen. Warum ist dieser Ansatz heute so relevant?  

Wir erleben derzeit einen deutlichen kulturellen Wandel: Menschen definieren sich nicht länger über eine einzige Disziplin. Der moderne Athlet beziehungsweise die moderne Athletin fährt morgens Gravelbike, läuft nachmittags auf Trails und verfolgt dabei dieselbe Haltung und Motivation. Was diese Aktivitäten verbindet, ist nicht die jeweilige Kategorie, sondern der Wunsch, sich zu bewegen, Neues zu entdecken und Erfahrungen zu sammeln. Entsprechend müssen Produkte vielseitiger und anpassungsfähiger werden. Die traditionellen Grenzen zwischen Sportarten verlieren zunehmend an Bedeutung – und genau daraus ergeben sich spannende Möglichkeiten für Design und Innovation. 

In den vergangenen Jahren hat sich der Radsport von einer Nischensportart zu einem kulturellen Phänomen entwickelt. Warum übt Radfahren derzeit eine so große Anziehungskraft auf die Modewelt, Kreative und eine neue Generation von Konsumentinnen und Konsumenten aus? 

Radfahren bietet etwas, das in unserem heutigen Leben immer wertvoller wird: Freiheit, Präsenz und Verbundenheit. Es vereint Leistung, Reisen, Gemeinschaft und persönlichen Ausdruck auf eine Weise, wie es nur wenige andere Aktivitäten schaffen. Gleichzeitig verfügt der Radsport über eine starke visuelle Kultur – von Ausrüstung und Bekleidung bis hin zu den Landschaften und Erlebnissen, die damit verbunden sind. Für viele Menschen der jüngeren Generation ist Radfahren längst mehr als nur ein Sport. Es ist ein Lebensstil, der Werte wie Wohlbefinden, Entdeckungsfreude und Identität widerspiegelt. 

In der Modewelt beobachten wir derzeit eine bemerkenswerte Annäherung von Luxus, Mode und Sport: Loewe stattet die spanische Nationalmannschaft aus, Boss arbeitet mit dem US-Team zusammen und Gucci engagiert sich in der Formel 1. Warum suchen Modemarken aktuell so intensiv die Nähe zum Sport? 

Sport ist heute einer der authentischsten kulturellen Räume überhaupt. Er steht für Emotionen, Ambitionen, Hingabe und echte menschliche Geschichten. Gleichzeitig orientieren sich Konsumentinnen und Konsumenten zunehmend an Authentizität statt an reinem Luxus. Performance-Marken haben über Jahrzehnte hinweg Glaubwürdigkeit durch ihren klaren Zweck und ihre Innovationskraft aufgebaut. Die Mode wiederum bringt Storytelling, Ästhetik und kulturelle Relevanz mit ein. Wenn beide Welten sinnvoll zusammenfinden, entsteht etwas, das weit über das hinausgeht, was jede für sich allein erreichen könnte. Ich glaube, wir stehen hier erst am Anfang einer spannenden Entwicklung. 

Pas Normal Studios hat eine außergewöhnlich engagierte Community aufgebaut. Wie gelingt es euch, eine solche Verbindung zu schaffen und aufrechtzuerhalten – gerade in einer Zeit, in der Konsumentinnen und Konsumenten täglich mit neuen Marken und Kooperationen konfrontiert werden? 

Man muss etwas schaffen, zu dem Menschen wirklich gehören möchten. Für uns war Community nie eine Marketingmaßnahme, sondern von Anfang an ein zentraler Bestandteil der Marke. Wir schaffen Produkte, Erlebnisse, Orte und Momente, die Menschen über ihre gemeinsame Leidenschaft fürs Radfahren zusammenbringen. Entscheidend ist dabei, authentisch und konsequent zu bleiben. Trends kommen und gehen, aber Menschen spüren sehr schnell, ob etwas echt ist. Wenn man bedeutungsvolle Erlebnisse schafft und seiner Vision treu bleibt, wird die Gemeinschaft letztlich stärker als jede einzelne Produkteinführung. 

Wenn du die aktuelle Entwicklung von Sport, Mode und Lifestyle betrachtest: Welche kulturellen Veränderungen findest du besonders spannend? Und welche Rolle möchte Pas Normal Studios in dieser sich wandelnden Landschaft spielen? 

Am spannendsten finde ich die zunehmende Freiheit, mit der Menschen zwischen unterschiedlichen Welten wechseln. Grenzen lösen sich auf – nicht nur zwischen Sportarten, sondern auch zwischen Performance, Mode, Reisen, Design und Kultur. Wir erleben eine neue Generation, die Erfahrungen höher bewertet als Besitz und Identität wichtiger findet als Konventionen. Bei Pas Normal Studios möchten wir diese Entwicklung begleiten, indem wir Produkte und Erlebnisse schaffen, die Neugier, Entdeckergeist und persönlichen Ausdruck fördern. Die Zukunft scheint weniger davon geprägt zu sein, bestehenden Regeln zu folgen, sondern vielmehr den eigenen Weg zu finden. Und genau diese Entwicklung begeistert uns. 

www.pasnormalstudios.com/de 

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