INUIKII
Form. Function. Footwear.
Seit über einem Jahrzehnt prägt INUIKII die internationale Schuhlandschaft mit einer klaren Haltung: Design und Funktion sind kein Gegensatz, sondern gehören untrennbar zusammen. Im Interview spricht Alessio Maag über beständige Werte, emotionale Produktwelten und die Herausforderung, eine Marke konsequent weiterzuentwickeln, ohne ihre DNA zu verlieren.
Seit Markengründung sind 13 Jahre vergangen – was hat sich verändert und was ist geblieben?
Alessio Maag, Co-Founder INUIKII: Grundsätzlich hat sich nicht viel verschoben. Wenn ich zurückblicke, haben wir uns als Marke stark weiterentwickelt, aber unsere DNA, unsere Werte und unser Fundament sind gleichgeblieben. Ich komme aus dem Industriedesign und habe Design und Funktion nie als Gegensätze verstanden. Diese Verbindung war von Anfang an zentral und ist es bis heute. Ein Produkt funktioniert nur, wenn es im Alltag funktioniert – Design und Funktion gehören für uns zusammen.
Welche Rolle spielt Emotion in diesem Kontext?
Eine zentrale. In der Sommerkollektion 2027 spielen wir stark mit den Qualitäten Erdung, Stabilität und Leichtigkeit. Das zeigt sich farblich in Pastelltönen und erdigen Nuancen wie Braun und Beige. Unser Ziel ist es, unsere Kundinnen zu berühren. Dabei bin ich überzeugt, dass eine emotionale Bindung zu einem Produkt erst entstehen kann, wenn es wirklich getragen, gefühlt, verstanden wird. Auch in unserer Kommunikation versuchen wir deshalb, alle Sinne anzusprechen – über Materialien, Haptik und Storytelling.
Eure Designsprache ist sehr klar wiedererkennbar. Wie findet ihr den Sweet Spot zwischen Tragbarkeit und markantem Design?
Das ist schwierig und gelingt nicht immer. (lacht) Am Anfang sind die Ideen oft sehr frei, fast ein bisschen crazy. Danach brechen wir sie herunter und arbeiten mit klaren, bekannten Formen, damit sie für unsere Konsumentinnen verständlich werden. Es ist vielmehr Prozess als eine klare Formel.
Sind Kaufentscheidungen heute eher rational oder emotional?
Es gibt unterschiedliche Bewegungen. Manche Kundinnen achten stärker auf den Preis, andere auf Nachhaltigkeit oder Ästhetik. Entscheidend ist aber, wofür eine Marke steht. Menschen kaufen dann, wenn sie sich mit einer Brand identifizieren können und diese für sie Mehrwert stiftet. Meiner Meinung nach wird das immer bedeutsamer, weil es sehr viele Produkte am Markt gibt. Differenzierung passiert also über die Brand selbst.
Eure Brand ist stark vom Faktor Familie geprägt. Ein USP?
Ja, ich denke schon. Unsere Unternehmenskultur, das familiäre Miteinander, lässt sich nicht einfach kopieren. Und die Emotion, die uns alle mit der Brand verbindet, zahlt bestimmt auch auf sie selbst ein.
Wenn du in die Zukunft blickst – worauf freust du dich besonders?
Die große Herausforderung ist, die Marke weiterzuentwickeln und gleichzeitig die DNA zu bewahren. Das ist wie ein Schiff, das man richtig steuern muss. Es macht viel Spaß, auch wenn es viel Arbeit ist. Wachstum spielt dabei sicher eine Rolle – man merkt in den letzten Jahren, wie stark die Marke geworden ist. Das gibt Energie. Am meisten freue ich mich darauf, diesen Weg weiterzugehen: die Marke konsequent weiterzuentwickeln, neue Ideen zuzulassen und gleichzeitig das beizubehalten, was sie ausmacht.

