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Reternity | Join the Family! 

Reternity | Join the Family! 

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Ihr Donald-Duck-Print mit dem F-Wort auf einem T-Shirt als politische Anspielung auf den damaligen US-Präsidenten bekam 14.000 Likes. Das alles kurz vor dem Release der ersten Kollektion. Es war der mediale Kickstart für Reternity. Lauren Riedel und Tom Schmidt haben ihre Marke in den letzten vier Jahren mächtig ausgebaut und stehen jetzt vor dem nächsten großen Schritt.  

Text: Isabel Faiss. Fotos: Reternity 

Lauren, ist das Markenzeichen Social-Media-Brand eigentlich Fluch oder Segen? 

Es ist einfach ein Fakt, dass wir über Social Media geboren wurden und gewachsen sind. Das ist bis heute nahezu unser einziges Kommunikationsmedium. Wir kommen eben nicht aus dem B2B-Geschäft, sondern sind über unsere eigene Content-Sprache entstanden. Deswegen ist es uns so wichtig, uns weiterzuentwickeln, auch, um uns dadurch zu differenzieren.  

Als D2C-Brand richtet ihr euch ausschließlich über den eigenen Onlinestore an eure Kunden? 

Aktuell! Bis jetzt gab es uns nur in unserem eigenen Onlineshop, aber Ende letzten Jahres hatten wir ein erstes Event mit Oberpollinger in München mit einer eigenen Fläche. Das war die erste Offlineerfahrung und es hat richtig gut funktioniert. Wir konnten unsere Fans mal physisch treffen. Dieses Gespür, die Community live zu erleben war gigantisch. Ein Like auf Instagram ist etwas völlig anderes, als wenn jemand in den Zug steigt, um die Marke zu sehen. In diesem Jahr wollen wir den Wholesale angehen und auch ein eigener Retail in Hamburg wäre denkbar. Allerdings sehen wir B2B nicht als wichtigsten Absatzmarkt, sondern mehr als Marketingtool für die Positionierung und das Branding. Deswegen möchten wir hier selektiv herangehen.  

Streetwear-Authentizität auf der einen, Wachstum über B2B-Vertrieb und kommerziellere Kanäle auf der anderen Seite. Wird das ein Spagat für euch? 

Gerade im Streetwearkosmos ist Credibility und Authentizität wahnsinnig wichtig und schwierig zugleich. Wir sind beide keine medialen Trendsetter wie Achraf von 6pm Season oder Justin Fuchs von Peso. Das sind Persönlichkeiten, die auf Social Media polarisieren und darauf ihre Marke aufbauen, ihre Reichweite nutzen und ihr ein Gesicht geben. Wir kommen aus einem ganz anderen Segment und wollen, dass die Marke unabhängig von uns funktioniert und nicht als Merchandise von uns wahrgenommen wird. Trotzdem merken wir immer wieder, dass gerade die Wahrnehmung und Assoziierung unglaublich stark über die Personen hinter der Marke funktioniert – gerade in den sozialen Medien. Auch bei uns stand das immer wieder zur Diskussion, mehr in Erscheinung zu treten. Aber das sind wir einfach nicht und da wollen wir uns auch treu bleiben. Worauf wir stattdessen den Fokus legen, ist unser Slogan Join the Family. Der familiäre Charakter zieht sich durch unsere Company wie ein roter Faden. Auf Instagram gibt es beispielsweise die Funktion „Engste Freunde“, unter der wir unsere Stammkunden – unsere Reternity-Hooligans – besonders eng an uns binden, sie in unseren Discord Channel einladen und auch in Entscheidungen mit einbeziehen. 

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