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Trends: 04651/

Sylt Matthias Garske

Less Dressy

Matthias Garske, Brand Manager 04651/

Was sind Ihre Erwartungen an die Saison Frühjahr/Sommer 2019?
Lust, Hunger und die Bereitschaft für Neues! Weiterlesen

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Manuel Ritz

Manuel Ritz

Manuel Ritz: „Wir spielen mit italienischem Stil“

Ein selbstbewusster Italiener mit einem ganz und gar unitalienischen Namen: Die HAKA-Kollektion aus dem Stall von Paoloni interpretiert die Anfangspreislage modisch, modern und spielerisch und hat damit große Pläne. style in progress hat mit Vertriebsdirektor Federico Rosi gesprochen. Weiterlesen

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Trends

Luigi Lardini

Trends: What’s next

Komfort, Wellbeing, Casuality, relaxte Fusionen aus Sportswear und Funktionalität. So einstimmig fiel die Antwort selten aus, wenn man Creatice Directors und Designer um erste Previews und Themen für die nächste Saison bat: Das Bedürfnis nach Ruhe und Frieden, Naturverbundenheit, Echtheit, entspannten Silhouetten in hochwertigsten Materialien und Qualitäten geben den Takt vor. Die Mode lehnt sich entspannt zurück und kehrt hervor, was ihre größte Stärke ist: die Besinnung auf eine Essenz perfekt ausbalancierter Produkte und Kollektionen. Weiterlesen

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Dorothee Schumacher

Dorothee Schumacher

„Starke Frauen berühren mich“

Designerin, Unternehmerin, Mutter von vier Kindern – und Frauenflüsterin. Was mit drei T-Shirts begann, ist heute ein solides Mittelstandsunternehmen. Jede Kollektion ein erneutes Zeichen der Reife Dorothee Schumachers, ihrer Empathie für und mit Frauen.

Als Unternehmerin haben Sie Großes geschaffen – wie hat Ihr Frausein diesen Weg beeinflusst, geprägt, gefördert oder behindert?

Es ist ein entscheidender Teil meines Weges. Ich bin davon überzeugt, dass die Stärke einer Frau in ihrer Weiblichkeit liegt – und das wird mir immer wieder in den Begegnungen mit meinen Kundinnen und mit Frauen auf der ganzen Welt gespiegelt.

Ihr Unternehmen hat einen hohen Frauenanteil. Sie sind dafür bekannt, Frauen viel zuzutrauen und in verantwortliche Positionen zu bringen. Selbstverständnis oder bewusste Wahl?

Selbstverständnis. Was könnte es Schöneres geben, als Frauen, die sich gegenseitig bestärken? Ich schätze mich glücklich, von so vielen Frauen täglich umgeben zu sein. Jede schreibt ihre eigene Geschichte und die teilweise jahrelange Zusammenarbeit bereichert und prägt mein Verständnis für Frauen bis heute jeden Tag.

Nur wenige ihrer Mitbewerber verstehen so gut, wie sich moderne, erfolgreiche Frauen kleiden wollen. Während Jil Sander noch gesagt hat, sie gebe den Frauen Rüstungen, haben Sie einen viel sensitiveren, spielerischen, leichten und selbstverständlicheren Zugang im Design. Was muss denn die Mode heute für Frauen wie Sie leisten?

Es geht mir nicht nur um schöne Kleider, sondern um schöne Frauen. Schönheit, die von innen kommt, Stärke die schon existiert, Persönlichkeit die gelebt wird – hierfür möchte ich mit meiner Mode eine Antwort finden. Es ist nicht das Kleid, dass die Frau zum Strahlen bringt. Sie strahlt schon und ihr Look bietet ihr die Möglichkeit, ohne Worte zu kommunizieren, wer sie ist. In diesem Sinne verstehe ich Mode als wundervolle Möglichkeit, sich selbst auszudrücken – und das auf den ersten Blick.

Sie hatten schon immer hochloyale Kunden im Handel und unter Endverbraucherinnen– in den letzten Monaten allerdings habe ich so viele positive Stimmen wie nie zuvor über Ihre Marke gehört. „Auf den Punkt“, „absolut treffsicher“, „wunderschön“, „sie hat sich neu erfunden“, „so zeitgemäß“. An welchen Stellschrauben haben Sie gedreht? Erleben Sie es selbst auch so, dass Sie noch mal einen draufgesetzt haben?

Natürlich hört eine Marke niemals auf, sich weiterzuentwickeln – wie auch eine Frau, oder Menschen generell mit 23 noch nicht so sind wie vielleicht 30 Jahre später. So geht auch eine Marke mit der Zeit. Ich glaube, dass Möglichkeiten wie Digitalisierung und soziale Medien es noch einmal ermöglicht haben, viel direkter und noch persönlicher mit meinen Kundinnen zu kommunizieren. Die unmittelbare Verbundenheit ist immer stärker geworden, der Dialog immer schneller und facettenreicher. Das ist eine große Entwicklung, und auch diese steht nicht still. Und gleichzeitig ist es ein wundervolles Gefühl, bei meinen Partnern im Handel unverbrüchliche Loyalität und gleichzeitig den Enthusiasmus zu verspüren, mit uns weiterzugehen, zu wachsen und Neues zu entdecken. Es ist ein Zusammenspiel von Innovation und Tradition, das immer nahtloser miteinander verschmilzt und dadurch eine aufregende Strahlkraft entwickelt.

Ist man als Frau erfolgreich, wird ganz automatisch auch Privates publiziert: Dass Sie Mutter sind, dass Sie mit Ihrem Exmann gemeinsam gegründet haben. In kaum einen Bericht über eine männliche Führungskraft findet man solche Details. Was wünschen Sie sich: Dass die erfolgreichen Frauen sich nicht mehr rechtfertigen müssen, dass sie auch Privates im Griff haben oder dass die Männer auch mal erklären müssen, wer denn jetzt gerade bei den Kindern ist, während sie von Termin zu Termin hetzen?

Ich bin umgeben von Frauen, die auf ihre Weise intuitiv ihr Privatleben mit beruflichem Erfolg in Einklang bringen. Für mich kann ich nur sagen, dass beides untrennbar miteinander verbunden ist. Ich schätze mich sehr glücklich, ein Familienunternehmen zu führen. Und das nicht nur in dem Sinne, dass meine eigenen Kinder teilweise in das Unternehmen hineinwachsen und es mitgestalten, sondern auch mit Bezug auf den Spirit, den wir als Team leben. Wir agieren gemeinsam wie eine große Familie – die Parallelen sind berührend und ergänzen sich perfekt.

Das Frauenbild wandelt sich sehr stark – und dazu muss man nicht erst Schlagworte wie #MeToo oder new feminism bemühen. Wie weit sind Ihre Entwürfe mit gesellschaftlichen Strömungen verwoben, wie sehr beeinflusst Sie dieses Zeitgeschehen?

Es ist berührend, zu sehen, wie weitreichend Tabus gebrochen werden und wie viele Menschen sich an der offenen Diskussion zu Themen beteiligen, die uns alle angehen. Genau dieser Dialog ebnet neue Wege. Mode in diesem Kontext ist natürlich immer ein Teil des Zeitgeschehens. So wie Menschen in gesellschaftspolitischem Kontext miteinander interagieren, ist auch die Mode ein Teil des bigger pictures. Nur wenn sie am Puls der Zeit mitgestaltet, kann sie die Menschen berühren. Und dabei geht es nicht um Trends, sondern vielmehr um große Empathie.

Sie unterstützen Frauen nicht nur in ihrem Unternehmen, sondern wenden sich auch denjenigen zu, die Hilfe brauchen: Mädchen in Nepal, an Brustkrebs erkrankte Frauen. Empfinden Sie eine Verantwortung, zurückzugeben?

Mich berühren starke Frauen. All diese Projekte finden ihre Gemeinsamkeit darin, dass vermeintliche Schwächen eigentlich eine Stärke sind. Jüngst habe ich zum Beispiel mit Rita in Palma, einer tollen Initiative einer noch tolleren jungen Frau, die traditionelle Handwerkskunst mit modernem Design verbindet, zusammengearbeitet. Für uns haben sie eine limitierte Kette aufgelegt, die ich jeden Tag bei mir trage. Rita in Palma ermöglicht Frauen mit Migrationshintergrund die Kreation von Accessoires mit traditionellen Techniken und im Gegenzug einen Start in ein unabhängiges Leben durch eine gut bezahlte Anstellung. Das sind Geschichten, die mich berühren. Frauen, die einander durch ihre unterschiedlichen Facetten gegenseitig bestärken!

Was wollen Sie als Unternehmerin und Designerin für die nächste Generation erreicht haben? Was wünschen Sie jungen Frauen und Mädchen?

Ich hoffe, dass immer mehr Frauen ihren eigenen Weg gehen, dass das, was frühere Generationen erkämpft haben, mit Selbstverständlichkeit in die Zukunft geführt wird. Vielleicht kann ich durch meine Geschichte junge Frauen inspirieren – das ist ein großer Herzenswunsch.

Feminismus ist gerade ziemlich hip. Tut das der Diskussion gut?  

Jede Bewegung, jede Entwicklung hat eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft. Momentan beteiligen sich viele an diesem Dialog – und das ist gut so.

Und wann sind wir Frauen in der Mode am Ziel?

Ich hoffe niemals, denn diese wundervolle Reise sollte nie zu Ende gehen.

 

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Circolo 1901

Circolo 1901

Circolo 1901: Alles easy

Circolo 1901 weiß Konfektion modern zu interpretieren: Gefärbte, teilweise bedruckte Jersey-Ware macht das Sakko zum Easy Jacket, den Anzug zum Easy Outfit. Ein Look, der ankommt. Im Interview mit style in progress erklärt Gründer Gennaro Dargenio seine Pläne. Weiterlesen

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Margareta van den Bosch

Margareta van den Bosch

Margareta van den Bosch: „Ich kann nicht behaupten #MeToo“

Während Moden und ihre Macher am meisten Aufmerksamkeit durch ihr Kommen und Gehen auf sich ziehen, gibt es wenige Masterminds, die durch ihr Können solche Gesetzmäßigkeiten brechen. Eine davon ist Margareta van den Bosch, heute 75 Jahre alt und über 20 Jahre lang Design Director bei H&M. Weiterlesen

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Ohhh de Cologne

Ohhh de Cologne Conceptstore

Der leise Luxus

Ein lauter Auftritt mit viel Bling-Bling? Das ist nicht die Sache von Gloria Massaro-Conrad und Silvia Philipp, die im Januar ihren Conceptstore Ohhh de Cologne eröffnet haben und auf Hochwertiges aus der Nische setzen.

Wer den Store betritt, kann allen Stress draußen lassen. Er lässt den Besucher geradezu aufatmen, so lichtdurchflutet ist er mit einer Deckenhöhe von fast sieben Metern, raumhohen Fenstern und weißen Wänden. Das eigentlich Besondere aber ist das Sortiment, das in kleinen Inseln inszeniert, zum Entdecken einlädt.

 Historie und Handwerkskunst

Nichts wirkt überladen und dennoch gibt es viel zu sehen. Es gibt Mode von Sea NY und Underwear von Le Slip Francais, aber die Bekleidung ist neben all den ausgesuchten Beautyprodukten fast Nebensache.

Da ist die Gesichtspflege von the Ordinary, Nahrungsergänzung von Ogaenics oder veganer Nagellack von Nailberry, der schon beim ersten Auftragen deckt. Dazu kommt filigrane Fashion Jewelry von Sophie by Sophie, Marmelade in der Tube von Meia Dúzia in Aromen wie Erdbeer mit Portwein und Chili, die in Deutschland sonst nur im KaDeWe angeboten wird, sowie exclusive Düfte von Diana Vreeland. „Wir haben zusammengebracht, was uns begeistert und was es nicht an jeder Ecke gibt“, sagt Silvia Philipp. Das sind Nischenprodukte, die oft nachhaltig sind, einen Charity-Hintergrund haben oder auch eine Geschichte, die darauf wartet, erzählt zu werden. Zum Beispiel die der Seifen und Duftkerzen von Claus Porto, einer 1930 gegründeten Manufaktur in Portugal, die mit recycelbarer Verpackung mit Motiven aus dem Firmenarchiv relauncht wurde. Oder die von Féret Parfumeur aus Frankreich, die ebenfalls auf eine nunmehr 100-jährige Tradition verweist und eine kleine Organic-Kosmetiklinie mit Biohonig herausgebracht hat. Darüber hinaus hat Ohhh de Cologne Interieur vom Raumtrenner über Spiegel bis hin zu Vintage Carpets zu bieten – und Kunst, von Tape that und Patrick Foua.

Zweifellos haben Silvia Philipp und Gloria Massaro-Conrad ein Gespür für Trends, dem sie mit Ohhh de Cologne ein Forum gegeben haben. Zehn Jahre war Silvia Philipp Geschäftsführerin einer Werbeagentur für die Beautybranche und hat unter anderem mit L’Oreal, Henkel und LVMH zusammengearbeitet, während Gloria Massaro-Conrad hochwertige Nischenmarken international vertrieben hat. Heute setzen beide Inhaberinnen den Vertrieb unter der Firmierung Premium Beauty Brands fort. Einige der Marken führen sie auch bei Ohhh de Cologne.

Aura und Angebot

Ohhh de Cologne ist in den historischen Spichernhöfen am Stadtgarten Kölns zu finden, in direkter Nachbarschaft von Anwälten, Beratern, einem Fitnesscenter, dem Boffi Küchenshowroom und Restaurants. Ein Umfeld, das die richtige Klientel für den Conceptstore verspricht. So hat Ohhh de Cologne ein halbes Jahr nach der Eröffnung bereits Stammkunden, die Aura und Angebot von Ohhh de Cologne lieben und immer schauen, ob es neue Überraschungen gibt. So überlegen Massaro-Conrad und Philipp, in den oberen Räumen Kosmetikanwendungen zu ermöglichen, und auch ein Onlineshop ist geplant. „Wir wollen nicht statisch sein, sondern bedarfsgerecht agieren“, betont Gloria Massaro-Conrad. „Wir sind weltoffen und flexibel und haben große Freude, unsere Leidenschaft an den Mann und die Frau zu bringen.“

www.ohhhdecologne.com

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Zanon

Vom Boardsport zum Modetreffpunkt

Seinen gleichnamigen Store versteht Chris Zanon als Lifestyle Company mit entsprechender Wohlfühlatmosphäre. Dass er diesen Lifestyle auch selbst lebt, macht das Konzept so richtig rund.

Mut, durch Veränderung immer am Puls der Zeit zu bleiben. Diesen Mut zur Veränderung hat Store-Inhaber Chris Zanon mehrfach beweisen können. Sein Geschäft hat seit der Gründung 1988 einige Wendungen vollzogen. Als begeisterter Snowboarder und Surfer folgte er 1988 seiner Passion und eröffnete einen Laden für Boardsport im österreichischen Lienz. Weiterlesen

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SVMoscow

Russische Botschaft

Versteckt in einer kleinen Seitenstraße in einem der vielen Botschaftsviertel der russischen Hauptstadt liegt der Conceptstore von Tatjana Strekalovskaya. Ihre Kunden lieben das Einkaufen in der versteckten Off-Location abseits der Shoppingmeilen.

In Moskau darf es für gewöhnlich gerne etwas mehr sein, die Stadt gehört zu den teuersten Metropolen der Welt. Ihre Bewohner lieben ausgiebiges Shopping, opulente Dekorationen und großflächige Inszenierung der Ware. Wie es sich für eine Hauptstadt gehört, gibt es neben unzähligen Luxusflagships auch zahlreiche Premiumdepartmentstores. Weiterlesen

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No59

Kuratieren statt nur verkaufen

Vor einem halben Jahr hat Nicolette Rosin No59 eröffnet und damit einen Conceptstore kreiert, der herausfordern und mit neuen Trends vorgreifen will, anstatt das Gewohnte zu bedienen.

Die Neusser Straße in Kölns Neustadt Nord funktioniert noch wie ein Mikrokosmos, mit Bäcker, Metzger, Supermarkt und Blumenladen. Dort hat Nicolette Rosin vor einem halben Jahr No59 als erstes Designgeschäft der Gegend eröffnet und damit ein Kleinod zum Entdecken geschaffen. Weiterlesen