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No59

No59

Kuratieren statt nur verkaufen

Vor einem halben Jahr hat Nicolette Rosin No59 eröffnet und damit einen Conceptstore kreiert, der herausfordern und mit neuen Trends vorgreifen will, anstatt das Gewohnte zu bedienen.

Die Neusser Straße in Kölns Neustadt Nord funktioniert noch wie ein Mikrokosmos, mit Bäcker, Metzger, Supermarkt und Blumenladen. Dort hat Nicolette Rosin vor einem halben Jahr No59 als erstes Designgeschäft der Gegend eröffnet und damit ein Kleinod zum Entdecken geschaffen.

Nicolette Rosin ist Mitinhaberin des Lanius Stores mit nachhaltiger Womenswear direkt nebenan. Mit No59 hat sie sich den Wunsch erfüllt, Mode mit Interieur und kleinen Besonderheiten zu vereinen. „Wir wollen Anregungen bieten“, sagt Storemanagerin Katrin Gemünd, die das Geschäft mit führt und konzipiert. „No59 ist als Anlaufstelle gedacht, mit einem Sortiment an schönen Dingen, das Individualisten anspricht.“

Teamwork

Nicolette Rosin und Katrin Gemünd verantworten den Einkauf gemeinsam. Ein schöner Style reicht ihnen nicht, viel mehr möchten sie in die Philosophie ihrer Labels eintauchen. Eine wichtige Marke ist Humanoid aus den Niederlanden, trendübergreifend und zeitlos. Auch Samsoe & Samsoe und Mos Mosh passen ins Bild, ebenso wie Bellerose aus Belgien. Die Woll-Accessoires von Karakoram sind aus feinstem Alpaka, das durch Schur des erwachsenen Tieres gewonnen wird, handgestrickt und fair gehandelt, und auch der in Nepal gefertigte Schmuck von A Beautiful Story hat seine nachhaltige Geschichte.

Während der vordere Raum der Mode vorbehalten ist, wird das Interieur im zweiten Raum präsentiert. Zum Beispiel avantgardistische Vasen und Lampen von 101Copenhagen oder japanisch inspiriertes Steingutgeschirr der holländischen Firma Serax, die mit Merci aus Paris eine Kooperation eingegangen ist. „Die vielen kleinen Teller, Brettchen und Schüsseln sorgen für eine kommunikative Tischatmosphäre, genauso, wie es unserer Philosophie voll und ganz entspricht“, betont Gemünd.

Old Fashioned und Hanky Panky

Auch die Einrichtung ist individuell. Die goldene Decke im ersten Raum ist mit Schlagmetall vergoldet und wird von schwarzen Fliesen an der Wand kontrastiert. Ein Apothekerschrank ist wie die Wand gegenüber in einem tiefen Graublau lackiert und dient als Kulisse ebenso wie eine alte Tabaktheke: für Lederportemonnaies der Gö Ledermanufaktur aus Köln, Pflegeprodukte der portugiesischen Firma Benamôr und fertig gemixte Cocktail-Klassiker von Avantgarde Spirits. Dazu kommen Kunstobjekte des Kölner Keramikkünstlers Enno Jäckel. „Die Kunden begrüßen es, dass wir neben der Mode und Möbel auch Mitnahmeartikel um die fünf Euro haben. Das zieht Kunden in den Laden und wir können zeigen, dass gutes Design nicht teuer sein muss.“

Der Einstieg hätte kaum gelungener sein können, resümiert Katrin Gemünd. „Aufgrund der positiven Resonanz sind wir jetzt nochmal gewachsen, zu einem Team von sechs Mitarbeitern. Wir können uns keinen schöneren Job vorstellen.“

No59 Conceptstore Cologne, Neusser Straße 59, 50670 Köln/Deutschland
www.no59-cologne.de

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