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Gschwantler

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Gschwantler: Das Unmögliche möglich

Still und leise hat sich Gschwantler in Kirchberg, Kitzbühel und Innsbruck profiliert: Dreh- und Angelpunkt ist der Conceptstore in Kirchberg in Tirol, in dem Christoph Pöll auf mutige Markenentscheidungen setzt.

Eine Geschichte, wie sie in vielen Wintersportorten geschrieben wurde: Vor vier Generationen als Schuster gegründet, fügt die jeweilige Generation ein bisschen Zeitgeist hinzu.Erst Sport, dann Schuhhandel. In der Elterngeneration von Christoph Pöll wird das Unternehmen auf zwei Familien aufgeteilt: Die eine bringt den Sport weiter, die andere verschreibt sich ganz den Schuhen und der Mode. „Ich hatte niemals geplant, in den Betrieb meiner Mutter einzusteigen. Ich sollte nur ein Jahr bleiben, heute sind es schon sieben geworden“, sagt der Mann, der Gschwantler einen ganz neuen Dreh verpasst hat. Heute zählt das Unternehmen 20 Mitarbeiter und vier Läden in Kirchberg in Tirol – den Conceptstore, den Schuhladen, das Off-Price-Konzept Warehouse und einen Closed-Laden.

Berührungspunkte abseits der Mode

Seine Weinleidenschaft brachte die entscheidende Wende: Dem Conceptstore in Kirchberg ist eine Weinbar angeschlossen, die sich mittlerweile einen eigenständigen Ruf erarbeitet hat. Ob Wein oder Mode, Christoph Pöll widersetzt sich der Vergleichbarkeit. „Es ist wichtig, dass wir Dinge führen, die anderswo nicht erhältlich sind, die mit ihrer Qualität und nicht mit dem bekannten Namen überzeugen“, so der Unternehmer. Eine Alternative zur modischen Nische gab es nicht: Weil nur wenige Kilometer vom glamourösen Kitzbühel entfernt, sind viele First Lines schon durch Mitbewerber geblockt. „Gerade das macht mir Spaß, Marken zu entdecken, die es in unserer Region noch nicht gibt.“ Sich von einem Geheimtipp zum nächsten arbeiten, permanent recherchieren, immer ganz vorne dran zu sein – das alles macht Christoph Pöll erstaunlich leise. Seine Arbeitsweise ist reflektiert, schnell, aber auch beständig. Das Erstaunliche: „Wenn wir neue Marken einführen, brauchen wir oft nicht viel zu erklären, die Kundinnen kennen sie häufig schon“, erzählt Christoph Pöll und beschreibt damit sein Glück, sich Stammkunden aufgebaut zu haben, die ebenso nach Perlen tauchen wie er selbst.

Die Außenstellen und die Vision

Mit einem Laden in Innsbruck und Kitzbühel vergrößert Gschwantler seinen Wirkungskreis – doch wichtig sei, sich in anderen Städten nicht zu verbiegen. „Mir ist klar geworden: Wir müssen immer Gschwantler bleiben.“ Zu Hause gelingt das immer noch am besten, denn hier kommen die Kunden nicht nur, um Mode und edle Schuhe zu kaufen. „Das Glas Wein oder der Espresso an unserer Bar gehören für viele nach dem Skifahren zum guten Ton.“ Essenziell für die starke Wintersaison sind frühe Liefertermine. „Das Frühjahr beginnt bei uns im Dezember“, sagt Christoph Pöll. Besonders beeindruckt zeigt sich der Modeliebhaber von Designern, die sich der Abwertungsspirale widersetzen: „Die Proenza Schouler Jubiläumskapselkollektion ist ein gutes Beispiel, das sind Highlights aus der Markengeschichte, die wieder aufgelegt wurden.“ Ganz in diesem Sinne tüftelt Christoph Pöll derzeit an einer Marke, die den Geist der Region modisch übersetzen soll. „Weil unsere Kunden etwas Einzigartiges suchen, das sie sich aus ihrem Urlaub hier mitnehmen können.“ Man darf gespannt sein!

www.gschwantler.com