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Niemand trinkt nur teuren Wein

Stetig sinkende Kundenfrequenz ist aktuell eine der größten Herausforderungen für den hochwertigen, stationären Modehandel. Es gibt wirksame Gegenmittel. Eines davon ist die Preisgestaltung. Exklusivität darf Konsumentinnen mit hohen Ansprüchen aber begrenzten Budgets nicht länger im Sinne des Wortes ausschließen.

Ich mußte in den letzten Wochen oft an ein Gespräch denken, das ich vor Jahren mit Jochen Holy geführt habe. Noch zu Zeiten der Fashion on Top in Köln. Es ging um Verkaufspreise. Und Holy, der immer ein feines Gefühl für gesellschaftliche Zusammenhänge hatte, meinte in seinem so typischen, hier leider nicht authentisch darstellbarem Dialekt: „Herr Huber, wir müssen immer im Kopf behalten, über welches Budget auch der überdurchschnittlich gut verdienende Mann für Mode verfügt. Der hat Familie, will auf Urlaub fahren, hat sich vielleicht gerade eine Eigentumswohnung gekauft usw. Für den ist ein guter Anzug nichts, was er einfach so nebenbei mal kauft. Das ist eine echte Investition. Das Produkt muß für ihn leistbar und der Preis verständlich sein.“



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