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Jö schau, a so a Pfau…

Jö schau, a so a Pfau…

Jenseits des letztlich sehr amüsanten Jahrmarkts der Eitelkeiten findet man auf dem Pitti Uomo zwar nicht den Sinn des Lebens, aber den unbestreitbaren Sinn von fokussierten Modemessen.

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Als Scott Schumann vor  knapp 10 Jahren erstmals in Florenz mit ernstem Blick nach Stil prägenden Streetstyles Ausschau hielt, konnte er nicht ahnen, welchen Hype er damit auslösen würde. Aus den damals fast subkulturellen Momentaufnahmen modischer Individualität ist heute ein professionelles Schaulaufen geworden, teilweise hart an der Grenze der Lächerlichkeit. Das Ritual, von Spöttern mittlerweile höchst despektierlich „Blogger-Strich“ tituliert, folgt klaren Gesetzmäßigkeiten. Immer mehr Männer buhlen, aufgebrezelt in nach festgelegten Codes zusammengestellten Styles, um die Aufmerksamkeit der atemlosen digitalen Chronisten. Die meisten geben sich dabei gar nicht mehr den Anstrich von Beiläufigkeit. „Hier bin ich, fotografiert mich gefälligst!“ An den Kostümen in diesem zugegeben auch sehr lustigen Theater hat sich in den letzten Saisons so gut wie nichts geändert. Nur die Bärte sind noch länger geworden. Und immer wenn modische Bärte dann lang genug sind, stolpert endlich auch der Teil der Medien darüber, der Mode und Bekleidung kaum einmal als ernsthaften Business wahrnimmt. Die „Peacocks des Pitti“ haben Einzug gehalten in die heiligen Hallen der journalistischen Seriosität. Der immer lesenswerte Jeroen Van Rooijen ist von diesem kleinen Seitenhieb explizit ausgenommen. Seine augenzwinkernde Gebrauchsanleitung in der NZZ  ist mehr als amüsant.

Jenseits dieses Jahrmarkts der Eitelkeiten ist der Pitti Uomo aber nach wie vor eine Fachmesse für Fachbesucher. So trocken dieser Begriff sein mag, so exzellent konnte man bei dieser 91. Ausgabe einmal mehr erkennen, welchen Wert eine hinsichtlich Thema, Genre und Qualität so sicher positionierte Veranstaltung für alle Beteiligten hat. Wie sonst, und in Bezug auf exklusive Männermode auch WO sonst kann man sich kompakt, fokussiert und noch dazu mit hohem Unterhaltungswert einen so umfassenden Überblick verschaffen? Mit all den Add-ons wie spannenden neuen Kontakten, guten Gesprächen, schnellem, informellem Austausch. Ich halte das nicht einfach nur „nach wie vor“, sondern sogar mehr denn je für unverzichtbar!

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