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Transparenz ist kein Marketing

Transparenz ist kein Marketing

Marco Lanowy, geschäftsführender Gesellschafter Alberto

Lange konnte die Branche unklar lassen, was und wie produziert wird. Doch mehr und mehr fordern Konsumenten mehr Transparenz ein.

Transparenz ist für mich kein Marketing. Wer uns fragt, wo und wie wir produzieren, bekommt eine hundert Prozent ehrliche Antwort. Wir haben in unserem Store eine Befragung gestartet, unter anderem darüber, wie wichtig Nachhaltigkeit und Transparenz sind. Mit dem Ergebnis, dass es unseren Kunden allem voran wichtig ist, dass wir in Betrieben mit fairen Arbeitsbedingungen fertigen. Das gewährleisten die Produzenten, die als passive Lohnveredler für uns arbeiten. Darüber hinaus haben wir sie auch BCI zertifizieren lassen, wovon sie ebenso profitieren wie auch andere Marken, die dort fertigen.

Was könnte die Kehrseite der Medaille sein?

Die Zusammenarbeit mit den Produzenten basiert auf Vertrauen. Würden zum Beispiel große Händler auf die Produzenten zugehen, um mit unseren Passformen und Materialien das gleiche Produkt deutlich günstiger zu produzieren, würde ich durchaus ein Fragezeichen dahintersetzen. Das Produkt landet dann im Preisdumping, was nicht nur uns, sondern auch dem Produzenten schadet. Für mich bedeutet Transparenz in erster Linie, offen, ehrlich und aufklärend zum Kunden hin zu kommunizieren. Da stehen wir in der Pflicht.

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