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SoSue | Zum Angreifen

SoSue | Zum Angreifen

Für die Fans ihrer Marke ist Sue Giers das perfekte Rolemodel. Mit ihrem Kosmos aus dem Label SoSue, einem eigenen Blogzine und dem dazu passenden Multilabel-Online-shop hält sie ihre Community täglich auf Instagram auf dem Laufenden. Doch auch die echte Nähe wird kultiviert – bei der persönlichen Order für Handelskunden oder bei Events mit Stores.

Interview: Kay Alexander Plonka. Foto: Anna Daki/SoSue

SoSue ist bei großen Onlineanbietern wie Douglas oder About you vertreten und bei inhabergeführten Independent Stores wie Lindner oder AprilFirst. Warum verträgt sich das so gut miteinander?

About you und Douglas sind super Verkaufsplattformen, an die wir glauben, weil sie nicht nur Mainstream, sondern auch Content getrieben sind. Besonders Douglas und die neuen Strategien von Tina Müller in Bezug auf Ausbau des Premiumsegments und Diversity-Themen, für die sie sich einsetzt, haben uns überzeugt. Wir sind das erste Modelabel bei Douglas und es funktioniert gut. Da ich selbst Ageless Beauty-Ambassador von Douglas bin und regelmäßig Kolumnen im Douglas-Magazin schreibe, ist auch ein Verkauf über diese Plattform konsequent.

Aber auch der Einzelhandel in den Städten ist uns sehr wichtig. Sie sind unsere Offlinefenster zu unserer Community, die sich immer wieder gern auch ein „handfeel“ und reales Kauferlebnis in ihrer Nähe wünschen. Es ist immer wieder spannend, zu sehen, wie unterschiedlich der Einzelhandel regional bedingt einkauft. Für Viele sind wir mit unseren Tops und Kleidern eine schöne Ergänzung ihrer Kollektion, für Händler wie Frl. Schumacher oder Ortner sind wir mittlerweile eine Vollkollektion.

Welche Fehler gilt es, zu vermeiden, damit das Offlinegeschäft nicht von Onlineverkäufen kannibalisiert wird?

Aus unserer Sicht kann die Beratung viel besser im Laden stattfinden, das können wir online nicht so gut leisten. Die Verkäuferin kennt ihre Kundin und kann authentisch vermitteln, was genau ihr steht und wie sie es stylen kann. Online können wir inspirieren und unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten zeigen. Das sind reale Bilder an realen Frauen und keine Lookbook-Modelle. Bei Pop-up-Events haben wir gern unsere Laptops dabei, damit wir auch parallel online zeigen können, wie unsere Styles schon mal kombiniert wurden.

Wie wichtig ist, dass du selbst regelmäßig bei deinen Händlern präsent bist und was nimmst du aus den Endverbraucherinnengesprächen in die Kollektionsentwicklung mit?

Ohne die Begeisterung und die Nähe zu unseren Kunden und Followern – offline wie online – gäbe es uns nicht. Wir brauchen reales und virtuelles Feedback. Gern stimmen wir Farben und Materialien mit unseren Followern per Votings ab. Das hilft uns enorm in den Orderprozessen, vor allem bei den Stückzahlen. Nichts ist schöner, als direktes Feedback bei unseren Events zu bekommen. Der Glow in den Augen und die Körpersprache, wenn eine Kundin von einem Style begeistert ist, sind einfach unbezahlbar und für uns Motivation und Inspiration pur. Vor allem Tops zu kreieren, die divers sind – also wirklich vielen Frauen passen – ist für uns Anspruch und Herausforderung zugleich.

Aber auch unsere Händler geben uns sehr gerne Feedback. Wir haben keine Vertriebsagentur. Die etwa 40 Händler in Deutschland und fünf in Österreich und der Schweiz sind proaktiv an uns herangetreten. Es zeigt ihr echtes Interesse und die Leidenschaft, SoSue führen zu wollen. Im Gegenzug gehen wir offen und fair mit Anfragen von Shops aus der gleichen Stadt um. Da schauen wir genau hin und entscheiden nicht immer strategisch, sondern auch gerne mal emotional, wen wir beliefern.

SoSue ist All-Season: Pullis, Kleider, Jeans, Sweater, Strickjacken, Hoodies oder Röcke können das ganze Jahr über getragen werden.

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