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Jacob Cohën | „Produkt bleibt King“

Jacob Cohën | „Produkt bleibt King“

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Bedeutende Entwicklungen bei Jacob Cohën. style in progress hat mit dem neuen CEO Luca Roda über die Konstanten und Learnings aus dem letzten Jahr gesprochen.

Text: Janaina Engelmann-Brothánek

Luca, es war ein interessantes Jahr für einen frisch ernannten CEO. Wie läuft es?

Ja, tatsächlich. Zwar bin ich mittlerweile fünf Jahre im Unternehmen, das Angebot im April 2020, inmitten des ersten Lockdowns, die Geschäftsleitung zu übernehmen, habe ich umso mehr als eine große Geste des Vertrauens empfunden. Jacob Cohën und ich sind ein eingespieltes Team und funktionieren sehr gut. Das hat uns 2020 sehr geholfen: Zusammenhalt und Vertrauen. Deshalb bin ich auch so optimistisch, was die Entwicklung der Marke angeht.

Die Casualisierung hat noch mal richtig Fahrt gewonnen, das kommt Jacob Cohën entgegen …

Das ist schon lange kein Trend mehr, das ist eine wahrhaftige Evolution. Die Entkrawatisierung und natürlich die Sneakerisierung. Jacob Cohën steht seit seinen Anfängen für Casual. Product is King und das ist bei uns nicht nur ein Slogan – unsere Hose ist Handwerkskunst und qualitativ nicht zu schlagen. Zudem produzieren wir in Italien und made in Italy war und bleibt ein Gütesiegel. Jacob Cohën ist Luxury Casual, genau das, was diese neue Normalität braucht.

Eine weitere Entwicklung ist die Etablierung der Damenkollektion, richtig?

Mit unserer Vorstandsvorsitzenden Jennifer Tommasi Bardelle sprechen wir schon lange über eine reine Jacob-Cohën-Frauenkollektion und haben endlich ein eigenständiges Team, das diese entwickeln wird. Natürlich werden wir das Erbe der Marke fortführen, aber für eine Frau, die komplett für sich und nicht mehr im Schatten des Jacob-Cohën-Mannes steht. Wir haben in dieses Projekt viel investiert. Uns ist bewusst, dass die Frau modisch vielseitiger ist, sie kauft Outfits, sie ist anspruchsvoll. Wir haben große Erwartungen, auch weil es in Sachen Internationalisierung ein wichtiger Schritt ist.

Nachhaltigkeit ist momentan in aller Munde. Wie denkst du über dieses Thema?

Es gibt keine Alternative zur Nachhaltigkeit. Schon gar nicht in der Modebranche. Ich habe Kinder, Jennifer Tommasi Bardelle hat Kinder, wir wissen, dass wir für eine bessere Zukunft hart arbeiten müssen. Natur ist die schönste Form der Kunst, allein deshalb verdient sie es, dass wir das Thema ernst nehmen. Nachhaltigkeit ist ein komplexes Thema mit vielen Details und Aspekten. Nicht immer kann man Aufgaben sofort lösen, manches braucht einfach Zeit. Umso wichtiger ist es, Nachhaltigkeit nicht als Marketingtool zu verwenden, Nachhaltigkeit muss man leben. Deswegen versuchen wir mit kleinen Schritten in die grünere Richtung zu gehen. Wir arbeiten an abbaubaren Jeans, versuchen Papierverbrauch zu meiden, möchten Plastik drastisch reduzieren usw. Das Thema ist auf unserer Prioritätenliste.

In Mailands Via della Spiga ist das Produkt Mittelpunkt der Inszenierung.

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