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Frankfurt | Massif Central/The Sooner Now

Frankfurt | Massif Central/The Sooner Now

massif central
„Es kommt immer anders, als man glaubt“
Massif Central kann man als kreative Drehscheibe, Verweilplattform mit Bar, Atelier, Shop, Showroom, Open Office und Lifestyle-Hub verstehen, der sich wie eine Blase im Herzen des Nine-to-Five-Businesstakts der Frankfurter Innenstadt anfühlt. Es ist hier ein Fremdkörper, ein Vorteil, den Inhaber Florian Jöckel Barrierefreiheit nennt, denn vom Wirtschaftsanwalt bis zum Fahrradkurier trifft sich alles, um einfach eine gute Zeit zu haben.

Text: Isabel Faiss. Fotos: The Sooner Now, Andreas Henn

Florian, wie wichtig ist es gerade für Frankfurts Innenstadt, ein Massif Central zu haben?

Florian Jöckel, Inhaber Massif Central: Frankfurt ist eine kompakte Businessstadt, da sind um 18 Uhr noch alle Bars leer. Dadurch und vor allem auch durch die Immobilienpreise sind kreative Immobiliennutzungen eigentlich unmöglich. Wahrscheinlich hat das Massif Central genau deshalb so den Nerv der Zeit getroffen, weil es vorher niemand für möglich hielt, dass es in der Innenstadt Räume gibt, die so bespielt werden können. Ich bin seit Jahren in Vereinen aktiv, die sich ausschließlich um die Entwicklung der Stadt bemühen, auch um das Bahnhofsviertel. So haben Sven Seipp und ich uns ein gewisses Standing erarbeitet und man weiß in Frankfurt, wer wir sind. Seit dem Erfolg des Massif Central tauchen sie alle auf und kommen auf uns zu – Immobilienentwickler, die temporäre Leerstände haben, Unternehmen und Netzwerker. Wir sind zur Schnittstelle und zum Austauschort geworden, wodurch wir weit über die Grenzen des Projektes hinaus viel bewegen können. Wir wecken das Interesse der Öffentlichkeit, sowohl der Stadtverwaltung als auch der Industrie.

Das Massif Central beherbergt vom Tattoo Studio bis zum Kitchen Club so ziemlich alles, was interessant klingt. Du nennst es selbst ein begehbares Erlebnis. Ist diese multidimensionale Anreicherung ein guter Weg, den Einzelhandel in der Innenstadt wieder mit Leben zu füllen?

Ein Laden ist immer noch der geilste Ort, weil man ihn mit Emotionen aufladen und so gestalten kann, wie man will. Bei den aktuellen Tarifen und Mieten wird das aber nicht mehr alleine umsetzbar sein, dafür führt für mich der Weg über Partnerschaften. Insofern sind Konzepte, die sich inhaltlich ergänzen, die Frequenz schaffen und Grenzen aufbrechen für mich definitiv die Zukunft.

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