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„Ich kann mir auch in der Krise keine bessere Anlaufstelle vorstellen“

„Ich kann mir auch in der Krise keine bessere Anlaufstelle vorstellen“

SIPON_Uwe Bernecker Funky Staff
Uwe Bernecker von der Modemarke Funky Staff setzt während des Shutdowns auf „Swipe & Find“ – wer auf den Social Media Kanälen der Marke kaufen will, wird an den nächstgelegenen seiner 300 Händler weitergeleitet. Dafür erntet der Unternehmer gerade viel Sympathien und prominente Unterstützung.
Auf Ihren Social Media Kanälen nützen Sie „Swipe & Find“: Statt selbst online zu verkaufen, leiten sie die Kundinnen an Ihre Partner im Fachhandel weiter. Wie kam es dazu?

„Swipe & Find ist ein Projekt, das ich schon vor Corona mit angestoßen habe und das von jungen, fähigen Softwareentwicklern umgesetzt wurde. Die Idee: Statt mit einem eigenen Onlineshop den Händlern Konkurrenz zu machen, will ich das sie das Business machen. Denn ich bin überzeugt, dass nur der Händler vor Ort eine Bindung zu Marken herstellen kann. Ich kann mir auch in der Krise keine bessere Anlaufstelle vorstellen. Um als Marke einen Onlineshop profitabel zu betreiben, muss man viel Zeit, Energie und Geld investieren, aus kaufmännischer Sicht ist es viel wirtschaftlicher, in bestehende Verbindungen zu investieren.“

Prominente wie Frauke Ludowig oder Simone Thomalla promoten diese Idee noch zusätzlich. Wie kam es dazu?

„Wir haben einige Prominente wie Frauke Ludowig für das Fernsehen ausgestattet und schon da war mir wichtig, dass es sich um authentische, echte Beziehungen handelt und die Damen unsere Mode auch wirklich gerne tragen. Genau solche Beziehungen lohnen sich jetzt.“

Funky Staff produziert ausschließlich in Italien, Sie selbst sind jeden Monat eine Woche vor Ort. Wie beeinflusst das Ihre Sicht auf die Dinge?

„Wir haben das Glück, dass wir mit acht Kollektionen pro Jahr anders agieren können als andere Hersteller. Schon kurz nach dem Shutdown haben wir uns entschlossen, die Mai/Juni Auslieferung entfallen zu lassen, weil sie gar nicht produziert werden kann. Das war eine harte Entscheidung, weil wir sie extrem gut verkauft hatten. Gleichzeitig waren unsere Händler begeistert, weil wir so Druck herausnehmen. Nun warten wir jeden Tag darauf, welche Entscheidung in Italien getroffen wird und wann wir wieder mit der Produktion beginnen können. Ich bin mir sicher, dass Italien nach der überstandenen Krise wieder erblühen wird und ich freue mich schon darauf, wenn wir wieder nach Italien reisen können.“

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