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Düsseldorf Fashion Days | Der style in progress Rückblick

Düsseldorf Fashion Days | Der style in progress Rückblick

Alles da für Ah’s und Oh’s

Durchwachsenes Wetter, gemischte Stimmung: Die Fashion Days in Düsseldorf boten rund um das vergangene Wochenende ein Bild, das die Gesamtsituation treffend skizziert. Die Angst vor Ansteckung und das windig-regnerische Wetter mögen so manche Händlerinnen und Händler ausgebremst haben, die eigentlich neben ihren Terminen noch Neues in weiteren Showrooms oder auf der Fashn Rooms im Areal Böhler entdecken wollten. Auch das Bedürfnis nach vermeintlicher Sicherheit hat sicherlich einige best-known-Brands vor unbekannteren Produktspezialisten gewinnen lassen – dabei könnten gerade sie den Unterschied im Sortiment ausmachen. Frei nach dem Spruch aus dem Showbusiness: Wer etwas aus dem Ärmel zaubern möchte, muss vorher was hineintun.

Starke Impulse bei den Fashion Days in Düsseldorf

Viele Kollektionen für die Herbst-Wintersaison 2022-2023 bringen eben die Innovation, die auf Konsumentenseite die Ah’s und Oh’s hervorrufen können. Mal mit mega Farbclash, mal subtiler in hochwertigen Fabrics, die sich so gut anfühlen wie sie aussehen. Die neuen Styles und vor allem die Silhouetten, wie in der Outerwear kurze, voluminöse Blousons, neue Parkas oder Maxiwesten, lassen müde Klassiker weit zurück. Unisono wahrnehmbar ist die immer selbstverständlicher wirkende Lässigkeit in der Mode, denn den einmal lieb gewonnenen Komfort werden sich die Konsumenten nicht mehr nehmen lassen. Der Wow-Effekt kommt über Farbe und Dessins, aber ohne Bling-Bling. Starke Impulse liefern außerdem Kollektionen und Kapseln, die die Grenzen zwischen maskulin und feminin auflösen und damit ein weites Feld für die Zukunft öffnen.

Mode-Diskurs: Nachhaltigkeit und Chancen

Ebenso wie Sustainability, die im Premiumbereich immer mehr zum Verkaufsargument wird. Jedes Bemühen darum wird auf Markenseite groß auf die Fahne geschrieben. Das ist gut und alternativlos, schlägt sich aber zusätzlich in den Preisen nieder. Die gestiegenen Rohstoff- und Logistik-Kosten bringen auch Diskussionen über Konditionen zurück auf den Tisch. Luxus funktioniert, billig funktioniert, was wegbricht, ist die Mitte: Möglicherweise liegen gerade da Chancen für den Premiumhandel, die gesucht und gefunden werden wollen.

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