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Cradle to Cardle

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Greenmystery
Vom Ursprung zum Ursprung

Mit 1,2 Billionen Tonnen CO2-Ausstoß gehört die Textilindustrie zu den weltweit größten Umweltsündern und den wasseraktivsten Industrien. Für die Herstellung einer Jeans braucht es im globalen Durchschnitt circa 8.000 Liter Wasser, für ein 250 Gramm schweres T-Shirt circa 2.275 Liter. Die gute Nachricht: Die Gesellschaft reagiert darauf. Statt das Thema zu tabuisieren, findet Nachhaltigkeit endlich Gehör.

Das Cradle-to-Cradle-Prinzip

1990 entwarfen der deutsche Chemiker Michael Braungart und der US-amerikanische Architekt William McDonough das Cradle-to-Cradle-Prinzip. Dieses „vom Ursprung zum Ursprung“ Konzept verfolgt die Idee einer konsequenten Kreislaufwirtschaft. Kern sind die Rohstoffkreisläufe, bei denen zwischen biologischen und technischen Kreisläufen beziehungsweise zwischen Verbrauchs- und Gebrauchsgütern unterschieden wird. Verbrauchsgüter unterliegen biologischen Kreisläufen. Im C2C-Gedanken bestehen sie aus gesundheitsverträglichen und kompostierfähigen Materialien, die am Ende ihrer Nutzung als biologische Nährstoffgrundlage neues organisches Wachstum ermöglichen. Der technische Kreislauf beinhaltet Verbrauchsgüter aus begrenzt verfügbaren Primärrohstoffen. Beispielsweise Kunststoff oder Metall, die aufgrund ihrer Knappheit sowie wachsendem Konsum zirkulieren sollten.

Zertifiziert C2C

Basierend auf diesen Prinzipien wurde 2010 das Cradle to Cradle Products Innovation Institute gegründet. Das etablierte das zertifizierte Cradle to Cradle ™-Programm und verleiht seit Gründungsjahr die C2C-Zertifizierung. Am 4. Februar findet zu diesem Thema eine Pressekonferenz und Paneldiskussion mit Stephan Huber, Herausgeber und Chefredakteur von style in progress statt.

4. Februar 2020
10:30 bis 13:00 Uhr

Munich Fabric Start
Denim Dock, Blue Zone, Halle 7
www.munichfabricstart.com

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