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American Vintage | Zurück zum Wesentlichen

American Vintage | Zurück zum Wesentlichen

American Vintage

Soziale Verantwortung ist für Michael Azoulay kein Slogan, wie er in den Zeitgeist passt. Viel mehr versucht er es, für sein Unternehmen American Vintage zu leben. Im Interview spricht der American-Vintage-Gründer über sein Werteverständnis und was er aus dem herausfordernden Jahr 2020 gelernt hat.

Text: Nicoletta Schaper. Fotos: American Vintage, Charlotte Lapalus

Corporate Social Responsibility ist ein Begriff, der für American Vintage eine wichtige Rolle spielt. Was verstehen Sie darunter?

Für mich ist es sehr wichtig, wie wir miteinander zusammenarbeiten und dass wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich weiterzuentwickeln. Wir wollen sie ermutigen und stärken, dass sie sich frei fühlen, offen sind und dass sie eigenverantwortlich handeln. Das hat für mich oberste Priorität. Wir investieren viel in die Firma und in unsere Werte, so haben wir 2011 beim Neubau unseres Headquarters in Marseille einen Fitnessraum und ein Spa für alle Mitarbeiter integriert. Außerdem investieren wir in Coaching, um die Mitarbeiter für unser herausforderndes Business zu stärken.

Wie steht es mit dem Thema Nachhaltigkeit?

Als 2005 gegründete Marke sind wir nicht vom Start weg ein nachhaltiges Unternehmen. Aber wir entwickeln uns mehr und mehr in die Richtung. Zum Beispiel setzen wir zunehmend Biobaumwolle ein und fertigen Jeans bei einem nachhaltigen Produzenten, der den Wasserverbrauch wesentlich reduziert. Es geht uns nicht um das Mehr und Mehr, das entspricht nicht den Werten unserer Firma. Sondern es geht uns darum, das Richtige zu tun. Wir wollen keinen Druck ausüben, weder mit Ware im Markt, noch indem wir die Konsumenten pushen, noch mehr zu konsumieren. Lieber wollen wir organisch wachsen, wie es der Philosophie unserer Company entspricht. Wir dürfen nicht vergessen, dass es bei American Vintage um Emotion geht und um die Passion für das Produkt.

Worin zeigt sich das?

In unserem Kernprodukt, dem T-Shirt, das wir wieder mehr in den Fokus stellen. Jersey, Fleece und Strick sind und bleiben unsere Stärken. Hinzu kommt mehr und mehr Denim, der immer aus 100 Prozent Baumwolle gefertigt wird. Ganz neu sind Jacken und Mäntel, mit denen wir die Kollektion abrunden.

Was haben Sie aus 2020 gelernt?

Sehr viel! Etwa, dass wir uns auf das Wesentliche zurückbesinnen müssen. Wir alle haben gelernt, dass wir nicht so viel reisen müssen, um miteinander gutes Business zu machen. Umso mehr haben wir in die Digitalisierung investiert, die für mich ein Tool ist, um unsere Stärken wie unseren Service umso schneller und direkter zum Kunden hin zu vermitteln. Ich möchte nicht nur von künstlicher Intelligenz umgeben sein. Ich glaube generell, dass wir mit dem Wesentlichen glücklich sein können. Ja, am Ende des Tages bin ich mit Brot und Butter glücklich.

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