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Hipanda/Tokio | Digitale Geisterbahn

Hipanda/Tokio | Digitale Geisterbahn

Wer die Generation Goldfisch mit ihrer durchschnittlichen Aufmerksamkeitsspanne von acht Sekunden in einer vibrierenden Stadt wie Tokio begeistern will, braucht ein so skurriles Angebot, dass es alle Smartphone-Kameras auf sich zieht. Der neue Hipanda Store setzte das als gruselige Fusion aus Kunst, Streetwear und Gaming um.

Wo ist der Hausherr?

Wer den Store durch die Hipanda Now App betrachtet, die er sich über einen QR Code neben der Eingangstür kostenlos herunterlädt, begegnet über ein Virtual Reality Tool überall Hipanda, dem grimmigen Pandabären als Markenzeichen der Streetwearmarke. Wie ein Geist wandelt er durch den Store, hinterlässt Spuren, verschwindet urplötzlich und spukt umher. Von Geisterhand drehen sich Kleiderbügel analog den Bewegungen des Betrachters, Schaufenster füllen sich mit dichtem Nebel und klaren Sekunden später wieder auf. Geheimnisvolle Lichtreflexe im Fußboden und an den Wänden verändern stetig die Proportionen des Raumes.

Alles nur ein Spiel

Hipanda kann als Galerie für moderne Kunst, als multidimensionaler Erlebnisraum oder als erlebbares Videospiel gesehen werden. Das japanische Designteam von Curiosity arbeitete mit den AR-Spezialisten des Designteams von WOW zusammen, um hier die Grenzen zwischen der realen und der virtuellen Welt verschwimmen zu lassen. Die grundlegende Idee des Stores ist allerdings so alt, wie die Geschichte der Menschheit und braucht gar keine Augmented Reality, um gut zu sein: der Spaß am Spiel.

Hipanda Flagship Store, 4-21-8 Jingumae, Shibuya, Tokio/Japan, www.hipanda.jp

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